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Erstes Deutsches Kindergartenmuseum

Das im Jahr 1988 gegründete Kindergartenmuseum stellt ausschließlich Exponate und Gegenstände aus, die tatsächlich in Kindergärten oder Fachschulen in Gebrauch waren und die eindrucksvoll die Entwicklung der Kindergartenverwaltung, der sanitären Anlagen, der Möbel und Spielgeräte zeigen. Dazu gehören unter anderem Fotos, das älteste von 1896, Spielsachen von einst und heute sowie jede Menge Bücher. Und Sie werden erstaunt sein, denn wer sich die Utensilien und Würfel, Legetäfelchen, Web- und Flechtarbeiten anschaut, wird feststellen, dass Einiges noch 150 Jahre später in den Kindergärten zu finden ist.

Alte Instrumente und Liederbücher unterstreichen, dass Rhythmik und Musik zu den ersten Bildungsangeboten des Kindergartens gehörte. Harmonium, Triangel, Stössel-Laute und allerlei Geräuschinstrumente hatte jeder Kindergarten, ebenso wie Liederbücher, Reime, Sing- und Bewegungsspiele, von denen das Museum eine große Sammlung besitzt. Übrigens: Es darf auch geblättert werden.

Zu sehen sind außerdem Materialien der richtungweisenden Kindergartenpädagogen Friedrich Fröbel und Maria Montessori. Fröbel (1782 bis 1852) war es, der 1840 den Namen „Kindergarten“ geprägt und der den ersten systematischen Baukasten entwickelt hat.
Und noch mehr zum Baukasten: Bevor die Gebrüder Otto und Gustav Lilienthai die ersten Flugzeuge konstruierten, ließen sie sich 1875 ihren "Anker-Steinbaukasten" patentieren.

In einer besonderen Ecke finden sich Zeitzeugen zur religiösen Bildung, wie Bibeln, Gebetbücher und Schutzengel; darunter einige Handschriften, in denen Ordensschwestern und Diakonissen beispielsweise Gedichte und Gebete sowie selbst entwickelte Regeln zu Gehorsam und Körperpflege aufgeschrieben haben. Die älteste, ein "Zeugnis über die Befähigung als Kinderpflegerin", stammt aus dem Jahr 1896.

Keine Frage - das Erste Deutsche Kindergartenmuseum in Bruchsal begeistert kleine wie große Besucher und kann jeden letzten Samstag im Monat von 13 bis 17 Uhr besucht werden, ansonsten auch gerne mit vorheriger Anmeldung.

 

Auf Anfrage auch Führungen für Gruppen (max. 20 Personen), Dauer ca. 45 Minuten, gegen Spende.

Kontakt: Fachschule für Sozialpädagogik Sancta Maria,
Tel. 07251/93250, E-Mail: info@fsp-sanctamaria.de
Hochstraße 5-6, 76646 Bruchsal (Nähe Friedhof) Homepage