BTMV nimmt Menschen mit Handicap ernst

Barrierefreiheit im BÜZ weiter optimiert: Hydrauliktür am Ausgang der Tiefgarage

„Sesam, öffne dich!“ Und schon öffnen sich gleich zwei Türen in der Tiefgarage des Bürgerzentrums Bruchsal und dass ganz von selbst.. Es ist der Ausgang hin zum ehemaligen Bürgerkeller und zum Fahrstuhl, der nun über diese magischen Türen verfügt. Genauer gesagt über zwei neue Hydrauliktüren, die sich automatisch öffnen, wenn sich jemand ihrer Lichtschranke nähert.

„Froh und dankbar“ sind Hans-Peter Haigis (rechts vorne) und Rüdiger Lumpp von der AG Menschen mit und ohne Handicap der Lokalen Agenda 21, dass Birgit Kling und Franziska Ritter von der BTMV die Barrierefreiheit des Bürgerzentrums und der Tiefgarage ernstnehmen.

„Damit haben wir die Barrierefreiheit des Bürgerzentrums weiter optimiert“, sagt Birgit Kling, Geschäftsführerin der Bruchsaler Tourismus, Marketing und Veranstaltungs GmbH (BTMV) und fügt hinzu: „Die Anregung kam von der AG Menschen mit und ohne Handicap der Lokalen Agenda 21.“ Immer wieder gebe es von den ehrenamtlichen AG-Mitgliedern wertvolle Tipps und Ideen, wie man das Bürgerzentrum noch behindertengerechter machen könne. „Wir sind für solche Hinweise sehr dankbar“, sagt Birgit Kling auch im Namen von Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick. Denn man selbst nehme ja oft gar nicht war, mit welchen Barrieren behinderte Menschen zu kämpfen haben.
 
So wie die Stufe am Eingang zur Tiefgarage im Bürgerpark, die für eine fast blinde Frau nicht zu erkennen war. Ebenfalls ein Hinweis der AG. Mittlerweile leuchtet ein gelber Streifen auf der Stufe – deutlich für die Frau zu sehen. „Klasse, wie schnell die BTMV das umgesetzt hat“, sagt Hans-Peter Haigis, Sprecher der AG Menschen mit und ohne Handicap. „Die Zusammenarbeit funktioniert wirklich sehr gut, und wir fühlen uns ernstgenommen.“
 
Schließlich wurde in Sachen Barrierefreiheit in den vergangenen Jahren so einiges getan: Am Haupteingang des Bürgerzentrums wurde eine automatische Tür mit Drückmechanismus installiert, die dank Sensor so lange offen bleibt, bis man drin ist; das Gleiche gilt für den Eingang zur Touristinformation. Und die Behindertentoiletten verfügen alle über eine „Notschnur“, die im Ernstfall sofort ein Signal beim diensthabenden Hausmeister oder Veranstaltungstechniker auslöst. Mit der 15000-Euro-Investition für den barrierefreien Ausgang sind die Optimierungsinitiativen freilich nicht abgeschlossen. Im nächsten Jahr, so die BTMV-Geschäftsführerin, soll unter anderem der Ausgang von der Tiergarage zu den Veranstaltungsräumen ebenfalls mit Hydrauliktüren ausgestattet werden.
 
Hans-Peter Haigis hofft, dass die BTMV auch für andere Institutionen eine Vorbildfunktion übernimmt. Die AG Menschen mit und ohne Handicap versuche beispielsweise schon lange die Bahn davon zu überzeugen, dass am Bruchsaler Bahnhof eine barrierefreie Eingangstür immens wichtig ist. Leider, so Haigis, bislang ohne Erfolg.

Bürgerzentrum Bruchsal
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